Einleitung:
Um ein sinnvolles HDR-Bild erstellen zu können, benötigt man 3 Bilder des gleichen Motivs. Eins sollte unterbelichtet sein, eins normal belichtet und eins überbelichtet. Bei der Canon EOS 400D gibt es dafür einen Automatismus, den man wunderbar dafür Zweckentfremden kann. Weiterhin benötigt man eine Software, welche die Bilder dann verarbeitet. Ich habe mich für das kostenlose Open Source Programm Darktable entschieden, welches es für Linux und MacOS gibt. Wenn man keine RAW-Bilder verwenden möchte, sollte man die von mir vorgestellten Anleitungen für Luminance HDR oder Fotoxx mal ausprobieren.
Diese kurze Anleitung ist nicht gedacht um in die Tiefen der Fotografie, der HDR-Bilder oder von Programmen einzusteigen. Sie soll lediglich ein kleiner Anreiz oder roter Faden sein, welcher mit meinen Kenntnissen, Vorlieben und Möglichkeiten erstellt wurde. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten und Variablen, mit denen sich der Interessierte noch während der Benutzung auseinandersetzen kann.
Kamera:
Um die Kamera vorzubereiten, geht man am einfachsten mit dem “Modus-Wahlrad” auf z.B. den “Programm”-Punkt (1) und danach mit der “Menu”-Taste (2) zu den Einstellungen. Unter Punkt 2 (3) den “AEB” (Auto Exposure Bracketing) -Bereich nach drücken der “SET-Taste” (5) in der Mitte der “Pfeiltasten” auf z.B. -1, 0 und +3 (4) mit den ”Pfeiltasten” (5) (links und rechts) einstellen und danach die “SET-Taste” (5) zum bestätigen drücken.
Danach noch die Kamera via der “Bildfrequenztaste” (6) auf “Reihenaufnahme” (7) mit den “Pfeiltasten” (5) einstellen und mit der “SET-Taste” (5) bestätigen. Die Kamera macht nun 3 Bilder in Folge, normal-, unter- und überbelichtet.
Tipp 1: Bedenkt bitte, dass die Bilder möglichst ohne Bewegung (Wackeln, Wind, etc) sein sollten, sonst hat man es bei der späteren Bearbeitung sehr schwer. Eine ruhige Hand, ein Stativ, Windstille oder Innenaufnahmen könnten da schwer von Vorteil sein.
Tipp 2: Für die Verwendung in Darktable bietet es sich an, die Bilder im RAW-Format zu speichern.
Und nun los, ein paar Aufnahmen machen! ![]()
Für dieses Howto habe ich folgende 3 Bilder genommen:
Links normal belichtet, Mitte überbelichtet, Rechts unterbelichtet
…
Programm:
Nach dem Start von Darktable sollte man oben links im Leuchttisch-Modus die gewünschten RAW-Bilder (CR2 bei der EOS400D) importieren.
Es öffnet sich ein Dateibrowser indem man die Bilder auswählen kann, welche man zu einem Bild zusammenfügen möchte, alle markieren (STRG+Linke Mousetaste) und “Öffnen” klicken, damit alle Bilder importiert werden.
Die Bilder sind nun in der Vorschau verfügbar, wo man sie wieder alle markieren muss (STRG+Linke Mousetaste).
Nun auf der rechten Seite den Button “HDR erzeugen drücken.
Nun wird das HDR von den ausgewählten Bildern erzeugt und in der Vorschau hinzugefügt, im Normalfall als DNG.
Das HDR Bild muss jetzt noch ausgewählt werden.
Nun wechselt man vom Leuchttisch-Modus in den Dunkelkammer-Modus, indem man rechts oben auf “Leuchttisch-Modus” klickt.
Im Dunkelkammer-Modus in der “Aktiv”-Gruppe findet man das Modul “Tonemapping”, wo man die Kontrast-Kompression, die räumliche Ausdehnung, die Art der Überblendung und die Deckkraft einstellen kann. Die Auswirkung der einzelnen Aktionen sieht man in der Live-Vorschau.
Natürlich kann man noch viele andere Optimierungen und Veränderungen am Bild vornehmen, aber das soll nicht Bestandteil dieser Anleitung sein.
Nach der Bearbeitung wieder zum Leuchttisch wechseln, durch rechts oben auf “Dunkelkammer-Modus” klicken.
Wenn das bearbeitete HDR ausgewählt ist, kann man unter “ausgewählte exportieren” das Bild im gewünschten Format speichern.
Und dieses Bild kam dann bei mir heraus. Wundert euch nicht darüber, dass es teilweise sehr verschwommen ist, die Reihe wurde mit einem Canon EF 50mm 1:1.4 Objektiv aufgenommen – das muss also so sein
Hier nochmal kurz zusammengefasst:
- RAWs importieren, alle markieren, öffnen
- In der Vorschau alle gewünschten markieren
- HDR erzeugen
- HDR Bild auswählen, in Dunkelkammer wechseln
- Aktiv-Gruppe, Tonemapping
- In Leuchttisch wechseln, exportieren
Nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim ausprobieren der ganzen Parameter und deren Wirkung auf das Resultat. Ich gebe noch einen Tipp: es macht sehr viel Spaß, die Ergebnisse sind alle beeindruckend und man vergisst schnell die Zeit ![]()

Die Anleitung und die enthaltenen Bilder stehen unter Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.
Die Anleitung wurde mit Darktable 0.9.3 unter Ubuntu Linux 10.04 LTS getestet und erstellt.
Wie jeden 3. Donnerstag im Monat ist wie gewöhnlich Stammtischzeit.
Am 19.01.2012 treffen wir uns um 19 Uhr im Max Neustadt in Dresden auf der Louisenstr. 65, um gemütlich in das neue Jahr zu starten und mögliche Alternativen zu den bisherigen Treffpunkten zu diskutieren. Natürlich wird es auch rund um die weihnachtlichen Technikgeschenke und Errungenschaften gehen.
Kommen kann jeder Computer-Freund mit Hang zum RealLife, der sich bissl mit Linux, BSD oder Mac OS X auskennt oder auskennen möchte.
Über eine Voranmeldung hier in den Kommentaren – oder bei GCF im Artikel oder bei Google+ – würden wir uns freuen, so dass wir vielleicht Tische vorab bestellen können. Vielen Dank an GCF für die Organisation.
Linux/MacOS Stammtisch Dresden auf ![]()
Jan
…keeps the sparetime away.
Ich hatte mir für 2011 vorgenommen 365 Geocaches zu finden, also ein Cache pro Tag im Durchschnitt. Begonnen hat meine Selbstgeißelung am 01.01.2011 mit dem Cache “Blick auf Boxberg” (leider nicht bei OC.de gelistet, daher kein Link) und geschafft war es am 26.11.2011 mit dem Cache “Plaunscher Grund (Berggeist)”.
Von den 365 Caches waren 297 Traditionelle-, 42 Multi-, 22 Mystery-, 2 Virtuelle-, 1 Webcam- und 1 Letterbox-Caches und die meisten Cache-Funde an einem Tag waren 14, wobei die monatliche Verteilung wie folgt aussieht.
- 19 Caches
im Monat Januar - 14 Caches im Monat Februar
- 27 Caches im Monat März
- 20 Caches im Monat April
- 49 Caches im Monat Mai
- 59 Caches im Monat Juni
- 44 Caches im Monat Juli
- 25 Caches im Monat August
- 43 Caches im Monat September
- 41 Caches im Monat Oktober
- 24 Caches im Monat November
- 0 Caches im Monat Dezember
Von den 365 Caches sind 68 bei opencaching.de gelistet gewesen. Das ist gerade mal jeder 5., aber es ist definitiv ein guter Wert und ich hoffe, dass ich 2012 noch ein paar Eigentümer davon überzeugen kann, dass unser Hobby für jeden frei zugänglich sein sollte, so wie es die Natur eben auch ist.
Dennoch: Endlich ein Ziel erreicht, mal schauen, was mir so verrücktes für 2012 einfällt.