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Okt

Oktober 2011

Es ist passiert, ein ASUS Eee PC X101 hat sich zu meinen anderen Rechnern gesellt. Der Grund war recht simpel – mein NC10 hat einen Wackelkontakt am Display, was arbeiten damit teilweise unmöglich macht. In naher Zukunft werde ich die Funktion mit einem externen Monitor ausgiebig testen, denn der Rest ist ja noch ohne Beanstandungen. Aber nun zum neuen Spielzeug für unterwegs.

Darin enthalten ist ein Intel Atom N435 Prozessor, aufgerüstete 2 GB DDR3 SO-DIMM, Intel GMA 3150HD Grafik, 8 GB SSD HDD + 2 GB SDHC von meinem alten Handy, Wireless LAN 802.11 b/g/n, 0.3 Megapixel Webcam, WSVGA TFT (matt) 1024 x 600 Pixel, Multitouch-Touchpad, 2x USB 2.0 und befeuert wird das Stück mit Intels eingestelltem MeeGo Linux. Was mich pauschal schonmal stört, gleich neben dem fehlenden UMTS-Modul, aber der Preis von weit weniger als 180€ wieder kompensiert.

Nachdem das veraltete Meego dauernd meinen WLAN-Key vergessen hatte, habe ich das neueste Ubuntu 11.10 installiert und benutze es mit Unity 2D. Die Bootzeit ist jetzt zwar nicht mehr 10 Sekunden wie mit dem Meego, aber so ist es wenigstens brauchbar. Wie immer wurde alle Hardware erkannt und die Funktionstasten funktionieren auch einwandfrei. Den Alltagstest auf der Ubucon hat es sehr gut überstanden 🙂

Das Wallpaper ist wie gewöhnlich von gnome-look.org, als Icon-Thema habe ich Faenza genommen und über den PPA installiert – was man neuerdings nur via dem Gnome Tweak Tool aktivieren kann. Also sudo apt-get install gnome-tweak-tool im Terminal eingegeben und nachinstalliert. Mit diesen erweiterten Einstellungen kann man dann wie gewohnt das Aussehen anpassen.

Vor einiger Zeit hatte ich den Akai MPK mini MIDI-Controller erstanden und nun habe ich mir noch günstig eine Hercules DJ Control MP3 e2 gekauft, damit ich sie mit Mixxx zusammen verwenden kann.

Dazu musste ich natürlich den Treiber/Kernel-Modul installieren. Für mein Ubuntu 10.04 LTS in 64bit mit 2.6.32-33-generic Kernel habe ich diesen wie folgt installiert (funktionierte auch bei Kernel 2.6.32-34-generic).

wget http://slist.lilotux.net/linux/deejay/mixxx/hdjmod-1.29-kernel2.6.35-22-generic.dkms.tar.gz
sudo dkms ldtarball –archive=hdjmod-1.29-kernel2.6.35-22-generic.dkms.tar.gz
dkms status
sudo dkms build -m hdjmod -v 1.29
sudo dkms install -m hdjmod -v 1.29

Funktioniert unter Bodhi Linux 1.2.0 mit 3.0.9er Kernel leider nicht. Deinstallieren kann man den Treiber/Kernel-Modul dann via sudo dkms remove -m hdjmod -v 1.29 –all. Danach noch bei den Mixxx Einstellungen die Tastenvorbelegung geladen und schon konnte ich beides miteinander verwenden. Für LMMS kann ich nun die Tasten und Drehregler beider Controller nach belieben belegen und verwenden, was mir nun eine Vielzahl von Möglichkeiten eröffnet.

Da das bei Bodhi leider nicht ging, habe ich Lubuntu 11.04 installiert und es mir zum Studio zurechtgemacht. Das Wallpaper habe ich wie üblich von gnome-look.org gezogen.

Dazu habe ich den Mixxx PPA, LMMS PPA und die ganzen Codecs via sudo apt-get install ubuntu-restricted-extras installiert und alles Unnötige entfernt. Für die Hercules Console musste ich für den Kernel 2.6.38-8-generic folgende Befehle der obigen Prozedur anpassen.

wget http://slist.lilotux.net/linux/deejay/mixxx/hdjmod-1.30-kernel2.6.38-8-generic-i686.dkms.tar.gz 
sudo dkms ldtarball –archive=hdjmod-1.30-kernel2.6.38-8-generic-i686.dkms.tar.gz
dkms status
sudo dkms build -m hdjmod -v 1.30
sudo dkms install -m hdjmod -v 1.30

Und nun sieht das Setup in etwa so aus.

Das Humble Frozen Synapse Bundle brachte insgesamt $1,115,521.70 ein. Die Linux-Fetischisten waren mal wieder die Spendabelsten mit durchschnittlich $9.42, gefolgt von den Mac-Freaks mit $6.95 und natürlich weit abgeschlagen die Windows-n00bz mit $4.13 – was wie üblich weniger als der Gesamtdurchschnitt von $4.81 ist. Während der Aktion wurden noch die Spiele Trauma und SpaceChem hinzugefügt.

Der Androide bekam von mir eine Stoppuhr spendiert, als ich merkte, dass die normale Uhr das scheinbar nicht kann. *grimmig guckt* Und da man in meinem Alter langsam vergesslich wird, habe ich noch ein ToDo List Widget installiert, welche mir alle offenen Aufgaben präsentiert und ich diese einzeln löschen und hinzufügen kann. Übrigens haben bei mir auf Arbeit in der Abteilung 54% Linux-Smartphones, 31% sonstige OS und 15% iOS-Geräte, wobei die Anzahl der Befragten im zweistelligen Bereich liegt.

Auf der diesjährigen Ubucon war ich mit sittah, Andi und Dirk auch und habe folgende Kurse besucht:

  • „Die Freiheit, die ich meine …“ – Freie Software im Spannungsfeld von Politik und Gesellschaft
  • Du verstehst mich nicht – Kommunikation ist mehr als Reden
  • Tux-Bastelkurs
  • Inkscape – Mein erstes Icon
  • Menschen reden anders als Maschinen – Gepflegter Umgang mit Kritik

Es gab wieder reichlich Verpflegung, tolle Menschen, eine schöne Stadt und viel Wissenswertes. Sehr toll, wird mir lange in Erinnerung bleiben –  Danke an Alle, vor allem die Oben genannten 3 😉

Beim siebten Linux/MacOS Stammtisch waren wir zu sechst im Max Altstadt und diskutierten über die Ubucon, Datenspuren, Luminance, Fotografie und vieles mehr.

2 thoughts on “Oktober 2011

  1. sittah
    31. Oktober 2011 um 18:57

    danke für deinen artikel und die horizonterweiterung.
    … was nicht alles geht mit linux. ich bin erstaunt.

    und so sag ich nur kurz „yeah…!“ endlich wirds wieder neue musik geben. ich bin gespannt wie ein flitzebogen und stelle mich freiwillig als versuchskanninchen zur verfügung.

    die sittah

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