31
Mrz

März 2011

Da ich letzten Monat schwer am Kontakte synchronisieren verzweifelt bin, musste das Android Handy meiner Eltern herhalten. Und hey, siehe da, bei einem Android Handy werden die Kontaktbilder brav mitsynchronisiert. Bleibt nur noch die Frage offen, wie ich meine Kontaktbilder von Evolution zu Google übertragen kann?! Zumindest eins kann ich euch dank Blotter sagen, wenn ihr eine .vcf aus Evolution exportiert, dann einfach die Datei mit einem Editor öffnen und den Teil nach PHOTO;ENCODING=b;TYPE=“X-EVOLUTION-UNKNOWN“: kopieren (fängt mit / an und dann einfach bis zum nächsten Datenfeld), das dann in eine leere Datei einfügen und im Terminal folgendes eingeben perl -MMIME::Base64 -0777 -ne ‚print decode_base64($_)‘ </PFAD/ZUR/DATEI/DATEINAME > BILDNAME.jpg und schon hat man das Bild extrahiert.

Nachdem Ubuntu demnächst von Rhythmbox auf Banshee umsteigen möchte und Banshee dann den Ubuntu und Amazon MP3 Shop integriert haben wird, dachte ich mir, das ist ja toll, endlich mal eine sinnvolle Sache und ich kann mehr Musik kaufen. Der Ubuntu One Music Store hat leider nicht wirklich viel Hardcore zu bieten. Also habe ich mir Banshee vom PPA installiert und es ausprobiert. Für meinen Test benutzte ich folgendes Szenario: Ich möchte das eine Hardcore Album da von Tha Playah jetzt hören.

So schaut das dann bei mir aus mit Banshee. Ich habe es nicht geschafft sinnvoll in meiner Sammlung zu Filtern/Suchen. Gut, also habe ich ins Suchfeld Tha Playah eingetragen und los gings. Man kann bei Banshee nur nach Interpreten filtern und erhällt dann echt jede einzelne Datei dargestellt (die Cover da oben), oder man nutzt die Meta-Suche wie ich – wofür man aber schon wissen sollte, was man genau sucht. Wenn man aber von einem bestimmten Künstler ein Album sucht, dessen Namen man nicht kennt, dann ist man arm dran. In meinem Fall war es das letzte Cover, unter dem sich dann das unbekannte Album verbarg. Oder sucht nach Genre…no way!

Hier mal eben die Komfortversion in Form von Rhythmbox…

So verwaltet man Musik besser! Ich habe die Suche auf Interpreten eingrenzen können und die Suchergebnisse hätte ich noch mehr filtern können indem ich Genre zur Auswahl hatte. Gut, das mit den Covern bei Banshee macht schon Eindruck, aber auch nur kurz, denn die Alben-, Titel- und Interpretennamen darunter werden bis zur Unkenntlichkeit abgekürzt, da der Platz fehlt unter den Covern. Sorry Banshee, da musst du wohl noch etwas wachsen müssen, um als VERWALTUNG zu dienen.

Zu guter Letzt noch eine Alternative zu den zwei Voreingestellten in Ubuntu. Guayadeque – Kann kein Mensch wirklich aussprechen, lohnt sich aber definitiv (!!!) anzusehen.

DAS nenne ich Musikverwaltung! Ich habe selten so viele Suchmöglichkeiten auf einmal gesehen! Man kann sogar seine eigene Ordnerstruktur durchbrowsen. Und die intelligente Wiedergabeliste ist einfach mal der Hammer – sie sucht nach ähnlichen Titeln in der Sammlung und darin könnte man auch noch Filter und Regeln erstellen. Unglaublich! Also es würde den Rahmen sprengen, wenn ich alles hier aufzählen würde, was Guayadeque kann oder hat, was die anderen beiden nicht haben und können, ihr müsst ihn euch einfach mal installieren und rumspielen. Lediglich Ubuntu One oder der Amazon Musik Shop sind nicht dabei.

Fazit: Banshee ist auf dem Weg in die richtige Richtung und wird bestimmt durch die Verwendung in Ubuntu weitergetrieben, ist in meinen Augen aber nur ein übertriebener Musikspieler. Rhythmbox, als gewohnter Platzhirsch bis Dato, hat sich sehr gut entwickelt und ist reif als Musikverwaltung eingesetzt zu werden. Guayadeque setzt allem die Krone auf und hat in nahezu jeder Funktion noch einen draufzusetzen, für mich die neue Musikverwaltung meiner Wahl und mit den Shops muss ich mir noch etwas einfallen lassen.

Ich habe wieder angefangen am Heimserver rumzubasteln, den ich ja schonmal auf dem MacMini laufen hatte. Blogger-Kollege xGCFx hat sich ja zwischenzeitlich auch mit dem Thema auseinandergesetzt. Grundlage sollte bei mir wieder eine virtuelle Maschine in der VirtualBox auf Ubuntu Server Basis werden. Diese Lösung deshalb, weil ich so unabhängig von der Hardware bin, ich mit Snapshots meine Fehler ausbügeln kann und ich den Server so nochmals von Aussen abschirme.

Angefangen habe ich mit Zentyal anschauen und konfigurieren, macht bisher einen sehr komfortablen Eindruck auf mich. Den Download gab es sogar gleich als fertige virtuelle Maschine, so dass man nur noch starten musste und alles konfigurieren. Sehr komfortabel. Nachdem ich mir einen beim Router einstellen abgebrochen hatte (Port Forwarding, DynDNS), verlief dann wider Erwartens alles ziemlich glatt. Der JabberServer läuft und FTP auch, lediglich beim VPN habe ich so meine Schwierigkeiten, was aber auch am Client liegen könnte. Auch Spitze fand ich webmin, allerdings erschlug mich das mit Einstellungen mächtig gewaltig, so dass ich es vorerst nicht aktiv benutzen werde.

Und zu guter Letzt habe ich noch eine Anleitung für Miranda unter WinXP, eine für Miranda unter Win7 und eine für den web.de MultiMessenger unter WinXP für einfachjabber.de geschrieben. Und auf den Chemnitzer Linuxtagen war ich natürlich auch mit Bloggerund Projektkollegen.

4 thoughts on “März 2011

  1. sittah
    6. April 2011 um 16:00

    Das mit den Musikabspielern klingt interessant. Ich nutze Rhythmbox nur den optisch angenehmen Download von Podcasts. Das ist recht angenehm, muss ich sagen. Banshee kenn ich gar nicht. Auch beim Gsdjmfdgfgmfde *sry* kenn ich mich null aus. Ich liebe es in meiner (individuellen von niemanden vorgeschriebenen) Ordnung der Ordner zu wuehlen und von Playlisten Abstand zu nehmen. Musik>Interpret>Album… was braucht man denn mehr? Daher nutz ich den Audacious. Schlicht, einfach – Winamp auf Ubuntu/OpenSource. Frage ist nur: Gibts da auch was von ratio…. aehm…. Android?
    Lg

  2. odh
    6. April 2011 um 19:14

    Guayadeque ist die Musikverwaltung deiner Wahl, wenn du in deiner Ordnung der Ordner wühlen möchtest, das kann keiner der beiden anderen. Und man sollte immer bedenken, dass das Verwaltungen sind und keine einfachen Player wie Audacious oder XMMS.

  3. GCF
    2. Mai 2011 um 16:44

    Ha, irgendwie sehen die alle optisch bissl wie iTunes aus. Naja, egal.

    Ich hab mich auf dem Mac nun fast ein wenig mit iTunes arrangiert, da man ihm auch die für mich wichigen Formate FLAC und OGG-VORBIS beibringen kann. Leider musste ich jedoch einen Bug (oder fehlendes Feature ;-)) feststellen: bei Titeln, die ich von einem per NFS gemounteten Server abspiele, brincht die Übertragung an meine Airport-Express via Airplay nach jedem Titel ab. Der Titel wird abgespielt, aber aus der AE kommt kein Mux mehr. Wenn ich den Titel neu starte, funzt es wieder bis zum nächsten Titel. Das nenne ich mal ein richtig ärgerliches Problem, was iTunes für mich quasi unbenutzbar macht, zH. zumindestens… 🙁

  4. odh
    2. Mai 2011 um 19:22

    Durchaus, aber solange der Apfel sich nicht unter Linux essen lässt, müssen Alternativen her. Und die 3 vorgestellten sind sehr gute Alternativen.

    Zum Thema Aussehen, Guayadeque ist komplett personalisierbar, also mit komplett mein ich auch komplett. Probiers mal aus.

    Dein Abbruch-Problem ist natürlich sehr ärgerlich und wirklich unerträglich – Bug gemeldet?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.