Ich habe mal einen Lesetest an meiner OCZ Agility 3 SSD gemacht, weil mich interessierte, ob die angegebenen Werte wirklich eingehalten werden. Wie erwartet, sind die Werte nicht von schlechten Eltern.

Die kleinste Lesegeschwindigkeit lag bei 196,9 MB/s und das Maximum bei 557,8 MB/s, was 360,4 MB/s im Mittel wären.

Ansonsten habe ich ein paar Daten von einem Acer Aspire 5315 mit einer Ubuntu 12.04 LTS Live-CD retten können, nachdem das Vista seinen Kernel unreparierbar zerstört hatte und selbst die Wiederherstellungsfunktion nicht funktionierte. Als Belohnung durfte der Rechner dann nach erfolgreicher Datenrettung mit besagtem Ubuntu verwöhnt werden und verrichtet nun anstandslos seinen Dienst. Der „Windows Vista Basic“-Aufkleber wurde fachmännisch durch ein „powered by Ubuntu“ ersetzt, soviel Zeit muss sein 🙂

Das Firmware Update meiner EOS 400D verlief dank Linux Boardmitteln (dd) sehr einfach und schnell und ich musste keine zusätzlichen Tools herunterladen, wie bei anderen Betriebssystemen üblich.

Das Projekt 400plus stellt für die Canon EOS 400D eine Erweiterterung der Firmware auf Basis von Magic Lantern zur Verfügung. Dabei wird die originale Firmware-Version der Kamera nicht zerstört.

Einige nützliche Funktionen wären:

  • autoISO und SafetyShift
  • erweiterte AEB-Möglichkeiten (9 Bilder, ISO Modus,…)
  • RAW Ausgabe im Automatikmodus
  • erweiterte Langzeitbelichtungsmöglichkeiten (100sek, …)

Seid euch dennoch bewusst, dass ihr die Software der Kamera verändert und das etwas schief gehen kann. Ihr tut das alles auf eigene Gefahr! Bitte lest euch diese Warnung (Englisch) nochmal in Ruhe durch, bevor ihr anfangt.

Vorbereitung:

Um die neuen Funktionen zu bekommen, benötigt man ein Kartenlesegerät, weil man über USB leider nichts auf der Kamera installieren kann. Die Batterie sollte auch aufgeladen sein und die Kamera die aktuelle Firmware 1.1.1 aufgespielt haben.

Aktivierung:

Als Erstes leert man die Speicherkarte und lädt sich zur Vorbereitung der Kamera eine Aktivierungsdatei herunter, entpackt das Archiv und kopiert die testfir.fir Datei via Kartenleser drauf. Die Karte kann man dann wieder in die Kamera stecken und das Firmwareupdate starten. Der Bildschirm der 400D wird schwarz und man sollte mindestens 2 Minuten warten, bevor man die Kamera ausschaltet, die Batterie entfernt und dann wieder einsetzt.

Firmware aufspielen:

Da 400plus eine nicht zerstörende Erweiterung ist, muss jede Speicherkarte für die Kamera extra vorbereitet werden, damit die Funktionen verfügbar sind. Unter Linux geht das sehr einfach mit Bordmitteln, einem Terminal und dem Kartenleser. Dazu findet man zunächst heraus, wo der Kartenleser eingehangen wird. Bei Ubuntu 12.04 war es beispielsweise /dev/sdc1. Dann öffnet man ein Terminal und gibt folgende Befehle nacheinander ein.

Für Karten bis 2GB und FAT12/16 Formatierung:

dev=/dev/sdX1 # das X mit dem Buchstaben des Kartenlesers ersetzen (erste Partition)
echo EOS_DEVELOP | sudo dd of=“$dev“ bs=1 seek=43 count=11
echo BOOTDISK | sudo dd of=“$dev“ bs=1 seek=64 count=8

Für Karten ab 4GB und FAT32 Formatierung:

dev=/dev/sdX1 # das X mit dem Buchstaben des Kartenlesers ersetzen (erste Partition)
echo EOS_DEVELOP | sudo dd of=“$dev“ bs=1 seek=71 count=11
echo BOOTDISK | sudo dd of=“$dev“ bs=1 seek=92 count=8

Dann lädt man sich die neueste Firmware herunter, entpackt diese und kopiert die autoexec.bin auf die Karte. Wenn man andere Sprachen als Englisch haben möchte, sollte man auch die languages.ini mit kopieren. Dann kann man die Karte wieder in die Kamera stecken und sie anschalten. Wenn die blaue LED beim Start kurz leuchtet, ist die Firmware erfolgreich geladen. Das Menü erreicht man mit der Taste neben dem Druckersymbol.

Alle neuen Funktionen kann man im deutschen Benutzerhandbuch nachlesen.

Creative Commons LizenzvertragDie Anleitung und die enthaltenen Bilder stehen unter Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz.

Die Anleitung wurde mit Firmware 1.1.1 und 400plus Version 20120415-13 unter Ubuntu Linux 12.04 LTS getestet und erstellt. Als Vorlage diente die offizielle Englische Anleitung.

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Kategorien: Foto&Co
31
Jan

Januar 2012

Zur Einstimmung muss ich sagen, dass Canon irgendwie sehr komisch ist. Das Firmware-Upgrade für die EOS 400D funktioniert nur mit Windows oder MacOS und diverse Einstellungen der Kamera ebenso. Was soll das? Wieso muss man seine Firmware in selbstextrahierende Archive wie .exe und .dmg packen?! Ein .zip oder .rar oder sonst was hätte es auch getan. Zum Glück konnte mir Quota da weiterhelfen und so blieb Canon von einer Beschwerde-EMail verschont und die Kamera wurde von Firmware 1.0.4 auf 1.1.1 aktualisiert. Vielen Dank!

Corel® hat AfterShot™ Pro herausgebracht und das auch für Linux, also musste ich da doch gleich zuschlagen, nachdem ich die 30-Tage-Testversion auf meinem Ubuntu als sehr angenehm und funktionell empfand. Der Clou an der Sache war, dass man den kompletten Januar die Pro Version für 15€ bekam – besser geht es nun wirklich nicht. Es gibt mittlerweile sogar schon eine Plugin-Seite.

Nach anfänglichen Problemen mit der Bearbeitung von vielen Bildern gleichzeitig – Objektivkorrektur, Vignettierung entfernen, Copyright, etc., will ich nicht bei jedem Bild einzeln machen – , habe ich mich doch sehr schnell an die Vorteile gewöhnt und nutze das Programm sehr gern. Für mich neu, und somit toll, ist die unendliche Personalisierbarkeit in Form von Voreinstellungen – sei es beim Export oder bei der Bearbeitung selbst. Das wird mir in Zukunft viel Arbeit abnehmen und hoffentlich tolle Ergebnisse hervorbringen. Als störend empfinde ich, dass keine .DNG Dateien unterstützt werden, da meine Samsung WB5500 in diesem RAW-Format speichert, das es keine HDR-Funktionalität gibt und keine Dead-Pixel (Hot-Pixel) Entfernung bzw. Erkennung. Da hat Darktable einiges mehr an Funktionsumfang zu bieten.

Das Asus X101 Netbook hat eine 16 GB microSDHC Class 10 Karte spendiert bekommen, damit ich für die kommenden Konferenzen, Treffen und Veranstaltungen gut gerüstet bin, und deshalb habe ich auch gleich das komplette System neu gemacht. Auf der internen 8 GB SSD ist jetzt das System und auf der neuen Karte ist home und swap zu finden – natürlich verschlüsselt, was allerdings merklich an der Leistung zehrt.

Nach der Installation von Ubuntu 11.10 32bit folgte die Personalisierung durch PPAs hinzufügen, Programme installieren und Hintergrundbild von gnome-look.org nehmen.

Zum installierten Fundus von Apps auf dem Motorola Pro ist das Wörterbuch LEO, zum Aufnehmen von Sprachnotizen Tape-a-Talk und zum Informieren über Canon Objektive für meine 400D ist das Tool CanonLenses hinzu gekommen. Als ich bei meinen Eltern war und keine aktuelle Fernsehzeitung fand, habe ich Tiviko intalliert. Das kann man sich auch recht gut mit den Lieblingssendern personalisieren – fehlt mir nur noch die Möglichkeit des Fernsehens 😀

Beim zehnten Linux/MacOS Stammtisch waren wir zu siebent im Max Neustadt und diskutierten über Fotografie, Festplattenanalyse, Spiele, Dateisysteme und vieles mehr.