Zu Weihnachten habe ich uns einen Laptop gekauft, da Frauchens alter Gefährte nach 5 Minuten immer den Hitzetod stirbt und man natürlich so nicht arbeiten kann. Genauer ist es ein Lenovo Thinkpad Edge E545 mit einem 2,8 GHz AMD A8-4500M Quadcore CPU, einer AMD RadeonHD 7640G GPU, 4 GB RAM und 1TB HDD und zum Glück ohne vorinstalliertem Windows und dafür 100€ billiger.  Nun verrichtet Linux Mint 16 seinen Dienst mit Cinnamon Oberfläche.

Lenovo Thinkpad E545

Linux Mint ist es geworden, weil Ubuntu ja zukünftig ein paar andere Wege einschlagen will, wie zB mit MIR, und da bin ich mir nicht sicher, ob das so alles funktionieren wird, wie ich das brauche. Nun, also Ubuntu One konnte ich auf Mint nachinstallieren, Regnum Online läuft und alles Andere soweit auch, also keine merkbaren Einschränkungen bisher. WLAN klappte übrigens erst, nachdem ich einen proprietären Treiber nachinstalliert hatte.

Zum Gerät selber, es hat einen Trackpoint und die i-Punkte in Thinkpad sind rote LED. Das Display ist ganz nett, die Auflösung ist aber…hmm…mir fällt kein gutes Wort dazu ein. Gewicht und Verarbeitung sind OK, Akku ist so lala, Tastatur ist gut und vollwertig. Für den Preis ist das Teil sehr gut und wird super von Linux unterstützt – klare Empfehlung für den schmalen Geldbeutel.

Als längerfristiges Projekt will ich die beiden Raspberry Pi anderen Aufgaben zuführen, daher habe ich zum Testen einen Mumble-Server nach der Anleitung von Sharpy Goes Off, den XMPP-Server Prosody nach der Anleitung von AZ’s Blog, einen IRC-Bouncer PsyBNC nach der Anleitung von Gehaxelts Blog installiert (dafür musste ich ncurses-dev nachinstallieren, damit make menuconfig funktioniert).

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr 🙂

Diesen Monat gibt es nicht sehr viel zu berichten, aber ich fange einfach mal mit dem Negativen an. Da ich gern lese und mir teilweise die Zeit fehlt, zu Hause ein Buch zu lesen oder es an manchen Orten, wie dem Fitnessstudio, nicht sinnvoll ist, ein Buch dabei zu haben, höre ich gern Hörbücher. Bisher kaufte ich mir die auf CD und wandelte sie in MP3 oder OGG um, damit ich sie im Auto, auf dem Handy oder MP3-Playern hören konnte. Mittlerweile kann man aber auch digitale Versionen käuflich erwerben, also dachte ich mir, schaust du dich mal um und ich fand Audible, was zu Amazon gehört und sehr viele Hörbücher zur Auswahl hat. 9,95€/Monat und jeden Monat ein Hörbuch nach Wahl kostenlos klang für mich fair und erträglich und deshalb meldete ich mich an und wählte mein erstes Hörbuch aus.

Die Download-Seite hatte eine Fehlermeldung, dass sie nicht verfügbar wäre. Ebenso erging es mir auf der Registrierungs-Seite für Abspielgeräte. Also wartete ich ein paar Tage und versuchte es dann erneut – gleiches Problem. Nach Recherchen fand ich heraus, dass beide Seiten eine Software benötigen, welche es wohl nur für Win und mit Glück für Mac gibt. Da meine Endgeräte alle Audible-zertifiziert sind, suchte ich nach einem Umweg und fand die Audible-Android-App, welche ich mir auf dem LG 4X installierte und auch sofort meinen Download starten konnte. Die Datei im AAX+ Format kopierte ich dann auf meinen MP3 Player ins Audible Verzeichnis und wollte es natürlich auch anhören – nichts! Unbekannt.

Ich sage nur DRM. Weitere Recherchen waren also fällig und es stellte sich heraus, dass man wirklich mit der Software seine Audible-zertifizierten (!!!) Geräte registrieren muss, bevor man dann sein gekauftes (!!!) Hörbuch anhören kann. Naja, und besagte Software geht nicht mit Linux. Ich werde also kündigen.

Da mein Cleverhandy auch NFC besitzt, habe ich damit etwas rumexperimentiert und es als ganz tolle Spielerei im privaten und vorallem sicheren Bereich zu benutzen. Die mitgelieferte App empfand ich als eine Geste, deshalb musste der NFC Task-Launcher her und siehe da, mit NFC kann man tolle Sachen anstellen. Ich habe testweise ein Tag für mein Auto gemacht, welches Bluetooth einschaltet (für die Freisprechanlage), Klingeltöne ausschaltet (Freisprechanlage übernimmt das Klingeln), Benachrichtigungen auf höchste Lautstärke (Stichwort Fahrgeräusche) und alle unnötige Verbindungen wie GPS, WLAN und Co ausschaltet. Es hat auch eine Toggle-Funktion, kehrt somit alles wieder um bei erneuter Benutzung. Mein nächstes Projekt wird ein Tag mit meinen Gast-WLAN-Zugangsdaten sein, damit man nicht immer alles manuell eingeben muss.

Weil der Fortschritt bei Smartphones unaufhaltbar ist, wurde mal eben die Benachrichtigungs-LED hinfortentwickelt. Nun nervt aber im Minutentakt das Display anzuschalten, damit man sieht, ob wer angerufen hat oder sonstige Dinge verpasst wurden, wenn man im Lautlos- oder Vibrationsmodus ist. Also habe ich NoLED installiert, was  die gewünschten Apps überwacht und die entsprechenden Symbole dann auf dem Display anzeigt, wenn eine Benachrichtigung vorliegt.

Damit man auch mal was zur Belustigung hat, habe ich Gun Strike für mich entdeckt, was meine CS-Vergangenheit etwas Bauchmiezelt. Damit der QuadCore auch ab und an was zu tun hat, habe ich mir Need For Speed Most Wanted gekauft. Und damit ich auch mal was Kurzweiliges für ein gepflegtes 1on1 habe, entdeckte ich Schiffe Versenken (Bluetooth!) für mich, wo man via Bluetooth (überraschend, oder?) gegeneinander spielen kann.

31
Okt

Oktober 2012

Da mein Motorola Pro den Mikrofon-Tod gestorben ist, musste ein neues Alltags-Smartphone her. Es wurde ein LG P880 Optimus 4x HD mit 1,5 GHz Quadcore, 1280 x 720 px HD Display und Android 4.0.3 – technische Details gibt es unter HW & SW. Es ist ein Erlebnis, auch wenn die Akkulaufzeit im Betrieb wirklich sehr gering und wenige Stunden ist, bei Normalnutzung dennoch 1,5 – 2 Tage betragen kann.

Unter Ubuntu 12.04 LTS wird das Gerät nicht mehr als Massenspeicher erkannt und man kann keine Dateien mehr einfach hin und her kopieren, weil die neuen Telefone alle nur noch den MTP-„Standard“ von MS und Canon (wer hätte das gedacht) verwenden, was ich aber mit der App AirDroid einfach umgehen kann. Zu den schon vorgestellten Apps kam diesmal noch der Chrome Browser, Firefox Beta Browser, Shazam zur Musikerkennung, Big Red Zebra (Dresden) Beta zur Navigation durch Dresden mittels öffentlicher Verkehrrsmittel, No Tel: URL zur Sicherheit des Smartphones und der ES Datei Explorer zum Datei-Browsen auf dem Smartphone oder auf Servern. Als Hintergrund dient eins meiner eigenen Fotos von einem Brunnen in Bautzen 🙂

Ich habe mir übrigens auch ein Internetradio gekauft. Es sollte personalisierbar sein, denn wer möchte bitte immer nur die vorgegebenen Sender hören, und über WLAN und Ethernet verfügen. Gut, das hat jetzt nicht unbedingt was mit Linux zu tun, aber mit Technik. Naja, es ist ein Medion Wireless LAN Internet-Radio mit Touchscreen geworden. Als Highlights seien zu nennen, dass es auch über ein analoges FM-Radio verfügt, DLNA und UPnP beherrscht (es tut also mit meinem NAS und Fileserver), über USB und Audio-Eingang verfügt und sogar Line-Out besitzt. Personalisierbar ist über ein Webinterface und Podcasts ruft es direkt ab, ich muss mich also um nichts kümmern. Ach ja, es klingt sogar erträglich 😀

Beim Humble Bundle gab es erstmals das Humble eBook Bundle, bei dem 8 eBooks gekauft werden konnten. Wenn man mehr als der Durchschnitt zahlte, bekommt man 5 eBook-Comics als Zugabe. Die durchaus lange vermisste Finalstatistik besagt, dass die  man-pages erbrobten Leseratten durchschnittlich $16.24 spendeten, gefolgt von den elitären Lesezirkeln des Apfels mit $15.64 und dann die doof aus dem Fenster Guckenden mit $13.39 – was weniger als der Gesamtdurchschnitt von $14.28 ist, weil ja bald die 8er Version ansteht. Gesamt brachte es das Bundle auf leseleichte $1,202,881.71.