Ich hatte mal wieder etwas Zeit und auch den Kopf frei, also habe ich mir die beiden Raspberry Pi vorgenommen und ihnen neue Aufgaben zugeteilt.

Einer läuft jetzt mit OpenMediaVault (OMV) und hat eine LUKS verschlüsselte 1TB Platte unter seiner Fuchtel. OMV ist eine auf Linux basierende NAS Lösung, welche man bequem über Webinterface administrieren kann. Das Thema war aber dann doch nicht ganz so trivial, wie ich anfangs dachte. Auf jeden Fall musste ich dm-crypt installieren und dann mit der Konsole die Platte händisch einbinden, damit die dann von OMV auch verwendet werden kann. Die Einrichtung an sich ist nicht ganz ohne und ich musste viele Wiki Artikel und Anleitungen lesen, bis alles nach meinen Wünschen funktionierte. Allerdings macht es wirklich Spaß auf der Weboberfläche zu arbeiten.

Der Zweite hat von mir NAS4Free (N4F) spendiert bekommen und werkelt mit einer GELI verschlüsselten 1TB Platte. N4F ist eine auf FreeBSD basierende NAS Lösung, welche man auch sehr bequem über Webinterface steuern kann. Auch in diesem Fall musste ich mich gut belesen, aber abschließend fand ich diese Lösung eindeutig leichter zu handhaben und zu administrieren. Das mag durchaus auch damit zu tun haben, dass N4F GELI mit an Bord hat, wo OMV kein LUKS dabei hat. Ich möchte hier noch anmerken, dass BSD kein LUKS kann und Linux kein GELI, da beides Kernelmodule sind und diese noch nicht portiert wurden und wahrscheinlich auch nicht werden. Aber gut, ein BSD und ein Linux ist ja bekanntlich schnell heruntergeladen und installiert.

Wenn ich beide Systeme akzeptabel verstanden und eingerichtet habe, werde ich mir sicherlich Rsync mal im Detail anschauen und automatisierte Backups angehen. Aktuell dienen sie lediglich als CIFS/SMB Freigaben.

 

Nachdem ich letztes Jahr die Linux Foundation und einfachjabber.de direkt finanziell und die EFF, Canonical und HumbleBundle indirekt finanziell unterstützt hatte, ist es wieder Zeit für dieses Jahr ein paar Projekte zu unterstützen. Ich habe mich für folgende entschieden:

Opencaching, weil es einfach ein tolles Projekt ist, welches ein Hobby von der Gemeinschaft auch für die Gemeinschaft anbietet, ohne irgendwelche Zwänge oder Einschränkungen wie beim kommerziellen Bruder.

Luminance HDR, weil es mir bei meinem Hobby der HDR Fotografie unheimlich tolle Möglichkeiten bietet und mich inspiriert.

Crunchbang, weil der Entwickler spitze, die Community einfach genial und die Distribution ein Insider-Tipp ist.

Hugin, weil es ein mächtiges Stitching-Werkzeug ist, welches einfach nur genial ist und tolle Panoramas und super ausgerichtete HDR-Bilder ermöglicht.

Document Foundation, weil diese LibreOffice weiterentwickelt und für offene Dokumentenstandards einsteht.

1
Mai

Mai 2010

Seit längerem quält mich meine Musiksammlung, da ich diese doppelt redundant gesichert habe, sehr. Immer wenn ich mir neue CDs gekauft habe und diese meiner Sammlung hinzugefügt habe, ging der Kopiermarathon los.

Meist sah das so aus, dass ich die kompletten Verzeichnisse gelöscht habe und sie komplett neu kopiert habe. Das liegt daran, dass ich keine Lust hatte, mir jedes Verzeichnis einzeln vorzunehmen und zu schauen, was sich geändert hat. Sehr lästig und zeitaufwändig! Also musste ein Tool her, welches meine Sammlung synchronisieren kann und nur die geänderten Dateien kopiert.

Nächster Knackpunkt an der Sache, es musste auf Linux funktionieren. Nach langer Suche bin ich auf Synkron gestoßen. Und nun verrichtet Synkron bei mir die Arbeit auf meinem Netbook. Einzig nachteilig ist, dass scheinbar keine MD5 Summe geprüft wird, da meine Tests zeigten, dass umbenannte Dateien von Synkron als neue Dateien erkannt werden und man so im schlimmsten Fall Dateien doppelt hat – nur eben unter 2 Namen. Da ich das schon vorher festgestellt hatte, stellt es für mich kein Problem dar, da ich es ja beachten kann. Und weil ich grad dabei war, wollte ich doch mal schauen, ob ich nicht irgendwelche Lieder doppelt habe.

Also wieder im Internet gestöbert und auf FSlint gestoßen. FSlint überprüft ein Verzeichnis auf doppelte Dateien und zeigt diese dann auch brav an und man kann sich aussuchen, was man damit machen möchte. Bei mir war nix weltbewegendes doppelt vorhanden. Alles in Allem – Mission erfolgreich!

Ich habe mal auf meinem Desktop-System das experimentier Crunchbang-Linux genommen, um mir mal ein viel versprechendes Projekt anzuschauen. Gemeint ist der Fenstermanager Enlightenment. Also auf in die UU.de Wiki zum Artikel über E17 und alles darin beschriebene gemacht und dann neu gestartet und bei den Sitzungseinstellungen Enlightenment gewählt.

Und so sieht das dann mit Thunar, VLC, der Konsole und dem E17-Menü aus.

E17

Ist leider schlecht zu erkennen, da ich die native Auflösung von 1920x1200px runterskaliert habe, damit es das Forum nicht sprengt. E17 ist sehr schön anzusehen und dennoch nicht wirklich Ressourcenhungrig. Man kann nahezu jede erdenkliches Aussehen und Verhalten einstellen und somit ist E17 wirklich sehr gut individualisierbar. Ich werde auf jeden Fall noch ein wenig damit rumexperimentieren um mir ein Gesamtbild machen zu können.

Vielleicht findet Enlightenment ja Einzug in mein neues System.