30
Jun

Juni 2013

Der Brother Drucker bei den Eltern hatte kürzlich nach 3 Jahren Betrieb das Zeitliche gesegnet und deshalb musste eine sinnvolle Lösung her, welche sich als Linux-Nutzer meist in Form von HP-Produkten anbietet, da HP mit dem Projekt hplipopensource seit langer Zeit Linux und Unix unterstützt. Bei vielen Linux-Distributionen ist diese Bibliothek schon von Haus aus integriert und HP-Geräte können ohne Aufwand benutzt werden. Ich persönlich installiere mir aber gern auf meinen Systemen die Bibliothek direkt nochmal in neuester Version von der Webseite nach.

Für mich ist es übrigens der HP Deskjet 3520 e-All-in-one mit WLAN-Anbindung geworden, welcher nun wunderbar von allen Rechnern und den Android Smartphones und Tablets via HP ePrint App im Netzwerk genutzt werden kann.

Nachdem der Raspberry Pi von mir vorbereitet wurde, stand nun das Einbinden der verschlüsselten externen Festplatte an. Das Verschlüsseln ging denkbar einfach mit dem Ubuntu-Boardmittel Laufwerksverwaltung, dazu braucht man nur beim Formatieren der Partition den Haken bei „Das zugrunde liegende Gerät verschlüsseln“ setzen und dann legt das Programm eine LUKS-Partition mit AES-Verschlüsselung an. Auf dem RPi dann noch das Paket cryptsetup installiert und via modprobe dm-crypt in den Kernel geladen.

Mit folgenden zwei Befehlen hänge ich dann die verschlüsselte Festplatte ins Raspbian-System ein:

sudo cryptsetup luksOpen /dev/sda1 RANDOMNAME

sudo mount -t ext4 /dev/mapper/RANDOMNAME /media/

In owncloud selbst habe ich die App „External storage support“ installiert, damit ich die Festplatte einbinden kann. Damit kann man auch Dropbox oder andere Dienste einbinden, aber ich brauchte ja nur die Festplatten-Option.

Auf dem Androiden habe ich nach den neuesten Datenschutz-Problemen ala PRISM die App Threema installiert, welche die Funktionen von WhatsApp oder Joyn abdeckt, aber eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbietet und deren Server in der Schweiz stehen. Die App kostet zwar Geld, bleibt aber dadurch hoffentlich unabhängig, sicher und meine Daten werden nicht für Werbung missbraucht. Weiterhin habe ich mir für meine Browser Firefox und Chromium die Erweiterung der Electronic Frontier Foundation namens HTTPS Everywhere installiert, welche bei jeder Webseite versucht die verschlüsselte Version der Seite aufzurufen.

Und noch was Tolles zum Schluss, letzten Monat für Android gewünscht, der historische Kracher von 1987 Leisure Suit Larry in the Land of the Lounge Lizards ist nun als Leisure Suit Larry Reloaded nach erfolgreicher Kickstarter Kampagne endlich verfügbar – natürlich auch für Linux 😉 – worüber sich sogar sein Papa Al Lowe freut.

31
Mai

Mai 2011

Noja, nun ist die 11.04 mit Unity endlich draußen und spaltet die Gemeinschaft oder fördert die Oberflächenvielfalt, aber ich denke mal, dass es eine spannende Zukunft mit Gnome 3 und Unity geben wird, welche das Desktop-Erlebnis unter anderem auch mit Zeitgeist positiv beeinflussen und verändern wird. Einem Kollegen von Arbeit habe ich zumindest auf seinem Samsung Netbook erfolgreich Natty installiert und er war sehr zufrieden mit Unity und naürlich dem dazugehörigen Linux.

Ich habe beim Aufräumen ein paar Beweise gefunden, welche meine Anfänge dokumentieren, bevor ich Tagebuch darüber führte.

Suse 9.3 kam am 16. April 2005 raus, Fedora 5 am 20. März 2006 und Debian 3.1 R2 wurde am 19. April 2006 veröffentlicht – macht nachweislich etwa 5-6 Jahre Linux 🙂

Ich habe ein wenig mit dem HP Photosmart Plus B209a-m Drucker rumgespielt und wollte ihn mal irgendwie ins heimische Netzwerk bringen, so dass das Dropbox und USB-Stick Kopiere mal ein Ende hat. Der Drucker wird ja von Linux schon seit langem nativ erkannt und der Treiber installiert. Zum Netzwerkdrucken habe ich in diversen Foren viel gelesen und bin auf die hplip gestossen. Das ist die HP Linux-Toolsammlung, welche die HP-Utensilien etc zur Verfügung stellt. Dann habe ich mit dem Software-Center die hplip-gui installiert, das ist eine grafische Oberfläche für die hplip, den Drucker via USB angeschlossen und schon konnte ich das Netzwerk des Druckers (mit dem sich der Drucker dann verbinden soll) unter Ubuntu konfigurieren.

Flux und selbsterklärend habe ich das heimische WLAN im Drucker eingerichtet und schon konnte ich in den Drucker-Einstellungen von Ubuntu den Netzwerkdrucker suchen und – wer hätte es gedacht – sogar finden (Zeitdauer unter 1 Min.). Nun können wir über das WLAN auch scannen und drucken. Lediglich den WinXP-Rechner konnte ich noch nicht davon überzeugen über das Netzwerk Kontakt aufzunehmen – vielleicht überzeugt das ja die Besitzer endlich einem Ubuntu die Chance zu geben? Ich werde jedenfalls nicht fragen…! Aber ich habe wirklich 2 Stunden mein Bestes gegeben, selbst mit den offiziellen HP Tools ging kein Weg rein.

Zwei kleine Anekdoten aus den 2 Stunden muss ich aber bringen: Windows sagt „Kein Netzwerkdrucker in Gruppe ARBEITSGRUPPE gefunden – ODH sagt “ FU, da isser ja auch nicht drin, weil da bist nur du drin!“. Oder Windows sagt: „such dir den Treiber aus der Liste aus und los gehts“ – ODH sagt „FU, da isser nicht drin, ausserdem hab ich dir gerade einen 69 MB großen original HP Treiber installiert, damit ich mir den S?!“§ß sparen kann!“.

Den Rest des Tages habe ich mir versaut, indem ich die nervigen Pop-Ups vom Sicherheitscenter irgendwie mit genötigten Virenscans und Updates verhindern musste.

Für Chromium habe ich mir neben dem von Firefox bekannten Add-On Adblock Plus jetzt noch den AdBlock installiert. Leider hat der den Browser unerträglich verlangsamt, so dass ich ihn vorerst wieder deaktiviert habe. Aber vielleicht funktioniert der Add-On auf stärkeren Rechnern als einem Netbook schneller/flüssiger? Ich würde mich über Erfahrungen in den Kommentaren sehr freuen.

Ansonsten haben wir begonnen eine Art Stammtisch abzuhalten, welcher sich mit Computer-Themen beschäftigt, aber mehr dazu dient Spass zu haben. Genannt haben wir ihn „Linux/MacOS Stammtisch“, was daraus resultiert, dass wir alle etwas anderes als Windows nutzen und da sich der verbleibende Rest auf gemeinsame Wurzeln beziehen kann und sich sehr stark noch immer ähnelt, wollten wir es nicht weiter begrenzen. Teilgenommen hatten beim Ersten Treffen der blotter, mongoose und xGCFx, welcher bestimmt detailierter darüber berichten wird in Zukunft. Beim Zweiten hatten wir etwas mehr Zulauf und kamen somit auf immerhin 6 Teilnehmer.

28
Feb

Februar 2011

Es wurde mal Zeit, etwas zu geben, statt immer zu nehmen. Mittlerweile nutze ich seit fast 4 Jahren zu Hause primär Linux und habe derzeit 6 Linux-befeuerte Rechner unter meiner Fuchtel. In Win 7 Ultimate Lizenzkosten wären das 6 * 279,90€ = 1679,40€ (Stand 06.02.2011) – Deshalb bin ich der Linux Foundation beigetreten, das kostet mich nur 99$ (nimma 74€) im Jahr (mit den gesparten Lizenzkosten kann ich knapp 23 Jahre da Mitglied sein). Linux Foundation deshalb, weil ich mich nicht auf eine bestimmte Distri festlegen wollte und so direkt an der root des Übels bin *feix*

Bei meinen Eltern am Rechner wollte ich mal etwas einscannen und konnte mich schwach erinnern, dass da scannen auch einwandfrei unter Ubuntu 9.10 funktionierte – oder doch nicht? Naja, unter 10.10 ging es jedenfalls nicht (mehr). SimpleScan deinstallieren und xsane via sudo apt-get install xsane installieren brachte auch nichts. Also habe ich mich wie immer auf ubuntuusers.de begeben und mich schlau gemacht. Laut der Brother-Seite benötigte der DCP-195C den brscan3 Treiber, welchen ich mir gleich mit dem scan-key-tool gezogen hatte. Die Installation der .deb Pakete (Doppelklick und dann mit dem Software-Center weiter) verlief reibungslos. Danach habe ich mit sudo gedit /lib/udev/rules.d/40-libsane.rules eine Datei editieren und ATTRS{idVendor}==“04f9″, ENV{libsane_matched}=“yes“ eintragen müssen. Via sudo service udev restart den Dienst neu gestartet, Scanner aus- und wieder eingeschaltet, fertig.

Weiterhin habe ich etwas mit PlayDeb rumexperimentiert. PlayDeb versucht Ubuntu-Nutzern mit Ihrem Repository immer die aktuellen Versionen der Spiele anzubieten, weil die Spiele teilweise in den Ubuntu-Quellen 6 Monate und älter sind. Gerade bei Online-Spielen wirkt sich eine alte Version eines Spiels oftmals in Form von Zugangsproblemen zu den Servern aus, da von denen immer die aktuellste Version vorausgesetzt wird. Und ihr glaubt gar nicht, was für Perlen man alles bei denen finden kann, also reinschauen lohnt sich wirklich.

Für Linux habe ich den Open Cache Manager gefunden. Ein sehr mächtiges Tool, welches gerade erst angefangen hat sich zu entwickeln, aktueller Versionsstand ist 0.23.6. Man läd sich einfach dazu die .gpx oder .loc Dateien auf seinen Rechner und importiert diese in die Datenbank von OCM. Das Ergebnis schaut dann in etwa so aus.

Gefallen hat mir, dass ich eigene Datenbanken anlegen kann und diese auch völlig getrennt von einander behandelt werden in Bezug auf Filter etc.. Sehr schön finde ich die Integration von OpenStreetMaps, das macht wirklich einiges her und bietet Vorteile gegenüber der Karten-Ansicht von GC.com, wobei OC.de ja bereits OSM integriert. Die Vorteile sind im Detail die Darstellung von Wanderwegen, Fahradwegen usw.. Ich habe noch nicht alle Funktionen von OCM testen können, aber die Filtermöglichkeiten sind definitiv sehr tiefgreifend und spannend. Hier werde ich noch etwas länger mit rumprobieren beschäftigt sein *grins*

Ich hatte ja hier schonmal berichtet, wie toll man einen Androiden mit Google synchronisieren kann, nachdem ich ja mit GoogleSync bei mir gescheitert war, und da habe ich ich als Spaß mein gMail Konto auf dem Blackberry eingerichtet – IMAP, versteht sich. Und was kommt denn da bitte feines? Fragt das Blechding mich doch glatt, ob ich meinen Kalender und die Kontakte damit auch synchronisieren will! Whoooooohooooo! Hab ich doch glatt ja gesagt. Voller Freude habe ich dann bei Evolution auch noch fix ein Adressbuch für Google angelegt und mein Lokales von Evolution da reinkopiert, schliesslich habe ich die ja mühevoll gepflegt.

Soviel zur Theorie. Die Praxis besagt, dass Evolution ein anderes vCard Format als gMail verwendet. Das zeigt sich mal eben darin, dass die Geburtstage fehlen. Na gut, das habe ich behoben, indem ich den Syntax im Evolution vCard von BDAY:JJJJ-MM-TT auf BDAY:JJJJMMTT geändert habe und es manuell bei gMail importiert habe. Yeah, gleich nochmal im Webinterface geschaut, ob alles glatt ging – WTF?! Denkste! Die Fotos fehlen. Haha, da hab ich doch erst vor vielen Monden mir einen Wolf gesucht und die importiert und nun sind die nicht da. Muhahaa. Und keine Lösung in Sicht *brabbelt* Da werd ich wohl mal der Elterns Android entführen müssen und etwas testen, vielleicht liegt es ja am Betriebssystem des Handys.