Ich wollte mal einen Artikel schreiben, wie man zwanglos, frei und offen seinem Hobby Geocaching nachgehen kann, ohne gleich seine durch Linux geförderten Werte der Offenheit vernachlässigen zu müssen. In diesem Beitrag möchte ich ausdrücklich nur meinen Lösungsweg aufzeigen, da ich da schon einige Erfahrungen sammeln konnte. Details über Geocaching spare ich mir hier ebenfalls.

Als Hardware benutze ich ein Nokia N810 mit Maemo-Linux als Betriebssystem. Der Nachfolger N900 von Nokia sollte ebenso möglich sein. Als Software nutze ich den Maemo Mapper und GPXview. Um an die Cache-Daten zu kommen, empfehle ich opencaching.de.

Vorbereitung: Mit dem Browser des Nokia Gerätes die oben verlinkten Download-Seiten ansurfen und den grünen Installations-Button drücken und die Programme installieren. Und, jetzt kommt es, auf opencaching.de einen Account anlegen. 😉

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann man bei opencaching nach Caches suchen – der mündige Geocacher wird sich recht schnell zurecht finden. Die Suchen kann man wunderbar und einfach personalisieren und selbstverständlich auch abspeichern, so dass man nicht jedesmal neu suchen muss. Bei erfolgreicher Suche bekommt man dann auch die Suchergebnisse angezeigt und kann sich diese herunterladen. Ich lade diese immer als .gpx- Datei (für die Nutzung mit GPXview empfehle ich das alte .gpx Format) herunter.

Nachdem alle Caches als .zip-Datei heruntergeladen sind, sollte man das Archiv entpacken, um an die .gpx-Datei zu gelangen. Nun steckt man das N810 via USB an seinen Rechner an und kopiert die Datei in das gpxview-Verzeichnis. Ich habe für GPXview auf meiner zusätzlichen Speicherkarte im Nokia N810 ein Verzeichnis namens gpxview, alternativen Pfad bitte selbst prüfen. Nach erfolgreichem kopieren sollte man das Gerät wieder sicher entfernen.

Jetzt können wir GPXview unter Maemo starten. Beim Startbildschirm sieht man nun seinen gpxview-Ordner (oder den alternativen Ordner), diesen klickt man an und erhält jetzt eine Liste aller  gespeicherten Geocaches. Ich exportiere mir diese Liste immer in den Maemo Mapper, um mir die Caches als POI anzeigen zu lassen. Alternativ bietet GPXview auch eine integrierte Karte an. Ich benutze den Mapper als Karte, weil die integrierte Karte von GPXview GoogleMaps ist und nicht OpenStreetMap. Zum Export nach Maemo Mapper im Menü Exportieren wählen und Maemo-Mapper-POI klicken. Exportiert wird bei mir nach /home/user/MyDocs/.documents/Maps/gpxview_poi.db (kann aber frei gewählt werden). Danach einfach OK drücken und schon werden die Caches exportiert.

Damit die Caches als POIs auch im Maemo Mapper benutzt werden, muss man im Menü Einstellungen im Reiter POI den Pfad zur .db-Datei angeben. Es sollte der gleiche sein, wie bei GPXview eingetragen – in meinem Fall also /home/user/MyDocs/.documents/Maps/gpxview_poi.db. Nun kann man sich im Mapper die Caches – mit den gewohnten Cache-Symbolen – in seiner Umgebung anschauen. Ich benutze im Mapper die Karten von OpenStreetMap. Dazu im Menü Karten drücken und OpenStreet auswählen.

Nachdem die Einstellungen alle vollzogen sind, kann man nun endlich suchen. Dazu einfach den gewünschten Cache in GPXview öffnen. Für die Detail-Suche ist im Reiter Gehe ein Kompass zu finden und alle erdenklichen anderen Hilfsmittel, damit man bestmöglich das Objekt der Begierde findet.

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Kategorien: Geocaching

Erste Tests und Installationen auf dem N810 habe ich mittlerweile hinter mich gebracht und ich muss sagen, dass es mich sehr erfreut. Ich habe mir den Maemo-Mapper draufgehauen um mich via OpenStreetMap und dem im N810 integrierten GPS-Empfänger durch die Gegend navigieren zu können. Weiterhin habe ich dem Maeomo-Mapper eine Sprach-Engine namens flite gegönnt, mit der mir dann auch die Navigation mittels Sprachausgabe angesagt wird. Zum Navigationspaket auf meinem N810 gehört auch das Tool GPXview, mit dem ich mir die .gpx Dateien von opencaching.de anschauen kann.

Wozu das Ganze? Ganz einfach. Mein neuestes Hobby zusammen mit meiner Freundin ist Geocaching.Geocaching ist wie Schnitzeljagd. Irgendjemand versteckt irgendwo einen sogenannten Cache und gibt die GPS-Koordinaten bekannt und man kann das Ganze dann suchen. Am meisten bereiten mir die sogenannten Multi-Caches oder Rätsel-Caches Spaß. Dabei bekommt man einen Anfangsort gesagt und von da aus hangelt man sich durch diverse Rätsel bis zum Endpunkt durch.

Als Beispiel: der Anfangspunkt sind die Koordinaten einer Kirche, um den nächsten Punkt zu finden muss man zB die Anzahl der Kreuze auf der Kirche nehmen und sich so die nächsten Koordinaten errechnen…usw..
Auf diese Art kann ich meine Technikmacke ausleben, ich kann Rätseln, habe Spaß, bin an der frischen Luft, man lernt seine Umgebung besser kennen und meine Freundin meckert nicht mehr rum, dass ich nicht mit ihr spazieren gehe.

So, die nächsten Projekte in Sachen Linux sind CrunchBangLinux auf dem Laptop zu installieren und VirtualBox auf die neueste Version mit 3D Unterstützung zu updaten und darin dann alle Windowsspiele zum laufen zu bringen.

Am Dienstag dem 25.11.2008 war es soweit – ein Paket hat mich erreicht. Der Inhalt ist folgender gewesen:

N810

Ein nagelneues N810 Internet-Tablet.
Zu den Fakten…
Display * Touchscreen (800 x 480 Pixel) 4,13 Zoll und 65.536 Farben
Prozessor * TI OMAP 2420, 400 MHz
Speicher * 2 GByte interner Speicher * miniSD- und microSD-Speicherkartenslot mit bis zu 8 GByte großen microSD-Speicherkarten
Weitere Merkmale * Vollständige Tastatur (QWERTZ) * Integrierter GPS-Empfänger * Stereo-Lautsprecher und Mikrofon * Integrierte Tischstation * Integrierte VGA-Webcam * Umgebungslichtsensor zur automatischen Anpassung der Display-Helligkeit
Verbindungsmöglichkeiten * WLAN-Standards: IEEE 802.11b/g * Bluetooth Spezifikation 2.0 + EDR (Enhanced Data Rates) Unterstützte Bluetooth Profile: HID, FTP, DUN, GAP, SPP, HSP, SIM und OPP * Micro-USB-Anschluss * Nokia 3,5-mm-AV-Anschluss zum Verbinden mit Standard-Stereo-Kopfhörern

Und jetzt kommts…Betriebssystem * OS2008, ein Linux basierendes Betriebssystem namens Maemo
Meine ersten Schritte bestanden darin, mein WLAN zu Hause sinnvoll einzubinden und erstmal Pidgin zu installieren. Ging übrigens wunderbar einfach, werd bestimmt demnächst auch ein HOWTO dazu schreiben.

Was kann ich zum N810 noch so sagen, also es ist besser, als ich erwartet hatte. Das Linux läuft relativ stabil, der Touchscreen ist wunderbar und die Auflösung sehr gut. WLAN rockt sogar mit WPA2 und diversem anderen Sicherheits-Klimbimm.

Ihr werdet euch sicherlich fragen, wozu braucht der das – der Junge hat nen MAC, nen Laptop und nen Desktoprechner? Tjaha, ich will mir damit mein Heim ein wenig flexibler machen – Weil mit dem Ding kann ich überall in der Wohnung auf meine Rechner zugreifen und diverse Medien abspielen und so kann ich in jedem Raum das N810 an die vorhandene Anlage anschliessen und meine gewünschte Musik (auch über Internet) hören – und nebenbei sogar chatten und surfen.