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Jul

Juli 2012

Ein Ära neigt sich dem Ende zu – nach 5 Jahren fing der Grund für mein Linux-Tagebuch an zu schwächeln und zeigt Alterserscheinungen. Es wurde also Zeit für einen neuen Weggefährten, welcher die Rechenkraft für die Bildbearbeitung mitbringt und vielleicht auch das ein oder andere Spiel verträgt. Mehrere Monate reifte diese Idee und die Komponenten wurden durchdacht und nun ist es soweit – der neue Desktop stellt sich vor:

  • Asus M5A97 Mainboard
  • AMD FX-8120 CPU mit 8x 3.1 GHz
  • Corsair Vengeance DDR3-1600 RAM 16 GB
  • AMD Radeon HD 6950 Dual DDR5 – 2 GB Grafikkarte
  • OCZ Agility 3 SSD mit 60 GB
  • Samsung 500 GB HDD
  • Aircraft Midi-Tower, Netzteil und diverse Lüfter

Wie ihr seht, ist es ein komplettes AMD System geworden, nachdem nVidia sich mit den aktuellen Linux-Treibern für mich disqualifiziert hatte. Booten macht nun endlich wieder Spaß, Bildbearbeitung läuft locker flockig von der Hand, Regnum Online ist flüssig mit allen Effekten auf Maximum, Quake Live schnurrt wie eine Katze und CS1.6 läuft unter PlayOnLinux (Wine + Winetricks + Grafikfrontend + angepasste Installer) mit 100fps – was will ich mehr?! 😀

So sieht das übrigens aus, wenn Hugin ein Panorama aus 13 Einzelbildern berechnet und AfterShot Pro daweile 36 RAW-Bilder entwickelt und exportiert 😉 Also hier gibt es scheinbar massiven Aufrüstbedarf 😀

Der Ubuntu-Desktop sieht im übrigen genau so aus, wie der des Vorgängers. Apropos, den habe ich derzeit in alle Einzelteile zerlegt und unterziehe ihn einer kompletten Reinigung, damit er vielleicht noch ein paar Jahre als Musikmaschine dienen und ich den Uralten Gericom-Laptop seine Ruhe gönnen kann.

Damit Regnum Online unter 64bit mit AMD-Grafik funktioniert (meine Vermutung, da es unter 32/64bit mit nVidia funktionierte), muss man den alternativen Launcher für 64bit Systeme ziehen und den mitgelieferten ersetzen. Und damit pyNeighborhood aus den Paketquellen seinen Dienst verrichten kann, einfach das Paket python-support nachinstallieren.

Beim Humble Bundle gibt es erstmals das Humble Music Bundle, bei dem 5 Alben DRM-frei im MP3 und FLAC Format gekauft werden konnten. Wenn man mehr als der Durchschnitt zahlt, bekommt man 12 Remixe als Zugabe.

Als Erstes die gute Nachricht, es ist nur mein Netzteil kaputt gegangen.

Ich wollte auch mal den eigentlichen Werdegang meines Linux-Experiments darstellen, denn mittlerweile sind es ja schon 4 Jahre – es gibt also Grund zum feiern!

Also irgendwann Ende 2005 streikte Windows auf meinem damaligen Laptop und erkannte die Festplatte nicht mehr. Jegliche Rettungsversuche, ja sogar Neuinstallation, wurden verweigert. Also nutzte ich die Gunst der Stunde und zog mir eine Fedora Core 5 CD. Das war so in etwa März/April 2006 und das Fedora Project nannte sich noch Fedora Core. Und welch Wunder, die Festplatte wurde erkannt!

Im Studium hatte ich Kontakt zu Suse 10, wobei ich als Wirtschaftsinformatiker ja sowieso nur die Konsole nutzen durfte. Aber ich hatte zwischendurch mal Zeit mich damit zu beschäftigen und konnte über den Rand meines Fedora Linux hinwegschauen. Bei diversen Problemen mit Fedora Core 5 und dem WLAN stieß ich immer wieder auf Hilfeseiten von Ubuntu, welche mir unter Fedora auch halfen. Ende 2006 kam das neue Fedora Core 6 heraus und ich erhoffte mir Verbesserungen. Leider ging danach überhaupt kein WLAN mehr.

Durch eine Studienkollegin bin ich zu Ubuntu gestoßen, da sie mir eine CD mitbrachte, womit ich mal probieren sollte das WLAN zum laufen zu bewegen. Es handelte sich um ein Ubuntu 6.10 und das kannte ich vom Namen her schon durch meine Lösungsversuche mit Fedora. Was so eine starke Community hat, kann also so schlecht ja nicht sein.. Daher wollte ich natürlich erstmal auf einem anderen Rechner probieren, da mein Fedora 6 ja immerhin lief. Dieser Versuch scheiterte kläglich an der hundealten seriellen Maus. Zum Glück kam im April 2007 Ubuntu 7.04 raus und alles nahm seinen tieferen Lauf. Im August (wie schon im ersten Post hier beschrieben) gab es ja auch für mich einen neuen Rechner auf dem das dann auch alles wunderbar lief. Bis März 2008 fristete Fedora Core 6 sein Leben einsam und unbenutzt auf meinem Laptop und musste dann Xubuntu 7.10 weichen. Zwischenzeitlich fing ich an mit Crunchbang Linux mit Openbox Oberfläche rumzuexperimentieren. Nun hatte ich von KDE über Gnome, XFCE und Openbox genug Erfahrungen sammeln können.

Mittlerweile läuft der Desktop auf Ubuntu 8.04 LTS 64bit, den Laptop haben meine Eltern mit dem Xubuntu 8.04 LTS 32bit in Betrieb, auf meinem Netbook läuft Crunchbang Linux 9.04 32bit und auf dem Tablet läuft Maemo Linux 2008. Wie ihr sehen könnt, hat einzig und alleine KDE meinen Ansprüchen bisher nicht gerecht werden können und Gnome, XFCE und Openbox sind in ständiger Benutzung.

Ich habe mir endlich  ein neues Netzteil geholt. Bei der Gelegenheit wurde auch ein kleineres RAM-Upgrade von 2GB auf 6GB durchgeführt. Alles lief wunderbar glatt ab und funktioniert prima – 64bit Linux sei dank!

Derzeit arbeite ich an einem Projekt mit, was sich vorgenommen hat, eine Anlaufstelle für Jabber interessierte Umsteiger zu erstellen. In der Zukunft soll auf der Seite für alle erdenklichen Betriebssysteme und mobilen Geräte Anleitungen zu finden sein, wie man Jabber benutzen/einrichten/installieren kann. Ich bin für maemo und BlackBerryOS zuständig. Ich werde hier weiter über den Status berichten.

Neues Jahr, neues Glück.

Seit ca. 3 Monaten werkelten meine Frau und ich an einer Internetseite und heute haben wir sie endlich ans Netz gebracht. Zu bewundern ist das Ergebnis unter http://www.nordic-chins.de

Es wäre keinen Beitrag hier wert, wenn wir nich etwas tolles aus der Linux- und OpenSource-Gemeinde verwendet hätten. Also die Seite läuft natürlich unter Linux, versteht sich, und wir haben ein OpenSource Content Management System namens Websitebaker benutzt. Die Seiteninhalte dieser Seite werden durch Module im Websitebaker verwaltet und können im Backend angepasst und administriert werden. Das Template haben wir komplett selbst erstellt und die Grafiken selber mit Gimp gezeichnet. Hierbei kamen uns das Tango Project und das Foxkeh Projekt von Mozilla Japan teilweise zur Hilfe.

Das Tango Projekt stellt für viele OpenSource Programme eine Icon-Bibliothek zur Verfügung, mit dem Ziel, dass man Platformunabhängig immer die gleichen Icons vorfinden kann. Aus dieser Bibliothek haben wir ein paar Icons genommen und angepasst.

Das Foxkeh Projekt aus Japan hat für den Firefox ein Maskotchen entwickelt, mit dem es die Verbreitung von Firefox verbessern möchte. Für besagtes Maskotchen gibt es auch einen Bausatz, mit dem man sich den Foxkeh nach belieben selbst basteln kann. Diesen Bausatz haben wir als Inspiration und Vorlage verwendet, um unsere eigenen Bilder zu basteln.

Die Homepage und deren Inhalte haben wir geschlossen unter die Creative Commons BY-NC-SA Lizenz gestellt. Soviel zum Positiven des heutigen Tages, als Negatives wäre zu sagen, dass heute mein Desktoprechner mit einem lauten Knall den Dienst versagt hat. Mal schauen, was man da noch retten kann.