Der Fileserver hat nach 3 Jahren des Wartens auf eine Erholung der Festplattenpreise endlich 2x HDDs bekommen. Es sind eine 3 TB WD Red und eine 3 TB WD Purple geworden – zwecks der Ausfallsicherheit. Wie es dann mit dem Fileserver und seiner Verwendung weiter geht, werde ich in einem seperaten Post/Howto behandeln, auf jeden Fall wird es sich um RAID 1, LUKS, OwnCloud handeln. Aber als Erstes musste ich die Ubuntu Server Edition von 10.04 LTS auf 12.04 und dann auf 14.04 LTS mit folgendem Befehl Upgraden:

do-release-upgrade

Das hat dann zwar eine ganze Weile gedauert, lief aber scheinbar ohne Komplikationen durch. Und weil es so schön war, habe ich das Lenovo Thinkpad von Linux Mint 16 auf Linux Mint 17 hochgezogen, was aber nur über die nachfolgenden Befehle im Terminal ging und nicht so ganz komfortabel wie beim großen Bruder Ubuntu ist.

Als Erstes mal nachgeschaut, welche Version wir überhaupt installiert haben…

cat /etc/issue
cat /etc/issue.net
cat /etc/lsb-release
cat /etc/os-release

…dann die Sources Listen anpassen, so dass die neuen Quellen für die Repos drinnen stehen…

sed -i 's/saucy/trusty/' /etc/apt/sources.list
sed -i 's/petra/qiana/' /etc/apt/sources.list
sed -i 's/saucy/trusty/' /etc/apt/sources.list.d/official-package-repositories.list
sed -i 's/petra/qiana/' /etc/apt/sources.list.d/official-package-repositories.list

…und dann das übliche und bekannte Verfahren – Paketlisten aktualisieren, Neueste Pakete installieren, Upgrade der Pakete:

apt-get update
apt-get dist-upgrade
apt-get upgrade

Und das war es dann auch schon. Na gut, ich habe das Wallpaper noch auf Mint 17 geändert. No Risk, no fun und ich hatte wie immer Glück.

30
Apr

April 2014

Nachdem letzten Monat der Linux/MacOS Stammtisch wegen der Chemnitzer Linux-Tage ausfiel, haben wir diesmal einen Workshop beim geschätzten Kollegen GoodCleanFun zu Hause veranstaltet, wo versucht wurde, auf einem meiner Raspberry Pi einen Jabber Server und einen Movim Pod zu insallieren. Nachdem unsere letzten Versuche mit Openfire und Lighttpd gescheitert waren, wollten wir ejabberd and nginx nutzen. Am Ende des Abends lief der Jabber Server und Movim war installiert, aber nginx hatte noch einige Probleme, so dass wir eine kreative Pause benötigen und das Projekt ein anderes Mal weiterführen. Wenn wir erfolgreich sein sollten, wird der Workshop in einem Howto zusammengefasst und freigegeben. Vielen Dank nochmal an GCF, der sich sehr viel Mühe gibt bei diesem Projekt.

Die Medien, Canonical und eine EMail von Canonical erklärten mir ziemlich direkt, dass mein geliebtes UbuntuOne zum 31.07.2014 eingestellt wird und ich meine Daten sichern soll. Ich hatte eine 25 GB Erweiterung und kaufte gern meine Musik darüber ein und fast alle Howtos auf diesem Blog haben die Bilder dort liegen und nun muss eine Alternative her. GoogleDrive mit seinen 15 GB ist ja an sich total toll, hat aber keine Linux Unterstützung, also ist es vorerst wieder die Dropbox geworden, bis ich meine eigene Owncloud endlich mal stabil und vollverschlüsselt hinbekommen habe. Natürlich habe ich die mittlerweile knapp 7 GB meines Speichers gleich mal mit Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt und lege keine sensiblen Daten dort ab. Das Positive an der ganzen Sache ist natürlich, dass ich nun nicht mehr an Linux Distributionen gebunden bin, welche auch ein UbuntuOne Client haben…

31
Aug

August 2013

Mir ist ohne Vorankündigung meine SSD ausgestiegen und da war große Not am Manne. Zum Glück mache ich sehr häufig Backups und auf der SSD arbeite ich an sich nur an aktuellen Projekten bei der Bildbearbeitung, da es so wesentlich schneller geht. Es ging also darum, 8 Tage an Fotos zu retten. Challenge Accepted!

Als Problem stellte sich die Home-Verschlüsselung in den Weg, welche natürlich jeder moderne Linux-Benutzer haben sollte. Aber hey, nach diversen Recherchen und einer langsamen Annäherung an die Lösung fand ich einen Artikel zur Datenrettung bei uu.de. Also habe ich mir einen USB-Stick mit einem Ubuntu 12.04 LTS System erstellt und habe davon gebootet. Mit dem nachfolgenden Befehl konnte ich glücklicherweise die Daten automatisiert auslesen.

sudo ecryptfs-recover-private

Da ich von einem Live-System aus arbeitete, waren logischer Weise die Rechte zum Zugriff nicht gegeben und ich habe mir einen Dateibrowser als root-Nutzer öffnen müssen, damit ich auf meine Daten zugreifen und sie an einen anderen Ort kopieren konnte.

sudo nautilus

Dann habe ich das System neu auf der SSD installiert und wollte die Daten natürlich wieder zurückspielen. Dazu musste ich die Rechte wieder auf mich als Benutzer ändern. Dazu habe ich als root-Nutzer erneut den Dateibrowser Nautilus geöffnet und mit einem Rechts-Click auf den Ordner, dann Eigenschaften, im Reiter Zugriffsrechte alles eingetragen und die Einstellungen auf alle Dateien übertragen. Fertig.

Zum Geburtstag des zarten Wesens habe ich einen Kobo eReader Touch erstanden. Der Preis war fair, die Haptik sehr gut und die unterstützten Formate deckten so ziemlich alles an eBooks ab. Einziger Nachteil, man musste ihn über eine Software aktivieren, welche natürlich nur für Windows verfügbar ist. Ein weiterer Nachteil für Bücher von Google Books, Thalia und Co., man benötigt DRM-Schrott namens Adobe Digital Editions, welches es natürlich auch nicht für Linux gibt.

Diese Hürden habe ich alle genommen und den Reader zum Laufen gebracht – leider nur mit Windows in der VBox. Zum Befüllen nutze ich die wundervolle Software namens Calibre, welche meine Büchersammlung verwaltet und die Synchronisation für mich erledigt. Als Buchhändler ohne lästiges DRM habe ich für mich EPUBbuy und Beam entdeckt. Die Preise sind fair und die Buchauswahl ist recht groß. Natürlich stehen auch Projekte wie Gutenberg zur Debatte.