Es war mal wieder an der Zeit beim Androiden auf Updates zu prüfen und OTA bekam ich wie immer die Meldung, das ich bereits das Neueste verwende. Ich persönlich hielt die 4.0.4 nicht gerade für neu, also bemühte ich das Internet und siehe da, es gibt schon eine 4.1.2 für das gute LG Optimus P880 4X HD. Freude machte sich breit, welche bei genauerer Recherche eher in Unmut umschlug, da das Update nur über die LG Mobile Service Tool aufgespielt werden kann. Das gibt es, wer hätte das gedacht, natürlich nur für Windoofs.

Also bemühte ich die VirtualBox und installierte alles brav nach Anleitung, Treiber, Service Tool, alles fertig. Leider ging das irgendwie überhaupt nicht so richtig, denn bei den Vorbereitungen zum Update brach immer die USB-Verbindung zum Telefon ab. Demzufolge wollte natürlich das Update nicht weiter durchlaufen. Lange Rede, kurzer Sinn: das Update ging nicht. Ich habe dann auf Arbeit einen Kollegen belästigt und der hat mir das dann mit seinem Laptop installiert. Läuft übrigens prächtig, wenn auch manchmal gefühlt langsamer.

Auf den Datenspuren war ich seit langem mal wieder und habe mir die 2-stündige Podiumsdiskussion „Politer, die nichts zu verbergen haben“ gegönnt. Das lag vor allem daran, dass natürlich die Bundestagswahl vor der Tür stand, aber auch, dass ich mich sehr für die Meinungen unserer selbsternannten Führungsrige interessiere. Im Übrigen hat mich das sehr schockiert, was für einen Wissensstand diverse Politiker zu den Themen haben, zu denen sie in leitenden Ausschußfunktionen inne haben. Da wird dann schnell mal von 2 verschiedenen Internets (Internetten? Gibt es da überhaupt eine Mehrzahl?!) geredet und sonstige Facepalm-würdige Behauptungen aufgestellt. Schaut es euch einfach mal an und urteilt selbst, es gibt Mitschnitte auf der Seite der Datenspuren. Als Abschluß habe ich mir ein T-Shirt gekauft, um den C3D2 etwas zu unterstützen.

Ich habe übrigens einen Geburtstag vergessen: Ich führe das Linuxtagebuch nun schon seit 6 Jahren 🙂 Happy Birthday totale Unabhängigkeit!

31
Aug

August 2013

Mir ist ohne Vorankündigung meine SSD ausgestiegen und da war große Not am Manne. Zum Glück mache ich sehr häufig Backups und auf der SSD arbeite ich an sich nur an aktuellen Projekten bei der Bildbearbeitung, da es so wesentlich schneller geht. Es ging also darum, 8 Tage an Fotos zu retten. Challenge Accepted!

Als Problem stellte sich die Home-Verschlüsselung in den Weg, welche natürlich jeder moderne Linux-Benutzer haben sollte. Aber hey, nach diversen Recherchen und einer langsamen Annäherung an die Lösung fand ich einen Artikel zur Datenrettung bei uu.de. Also habe ich mir einen USB-Stick mit einem Ubuntu 12.04 LTS System erstellt und habe davon gebootet. Mit dem nachfolgenden Befehl konnte ich glücklicherweise die Daten automatisiert auslesen.

sudo ecryptfs-recover-private

Da ich von einem Live-System aus arbeitete, waren logischer Weise die Rechte zum Zugriff nicht gegeben und ich habe mir einen Dateibrowser als root-Nutzer öffnen müssen, damit ich auf meine Daten zugreifen und sie an einen anderen Ort kopieren konnte.

sudo nautilus

Dann habe ich das System neu auf der SSD installiert und wollte die Daten natürlich wieder zurückspielen. Dazu musste ich die Rechte wieder auf mich als Benutzer ändern. Dazu habe ich als root-Nutzer erneut den Dateibrowser Nautilus geöffnet und mit einem Rechts-Click auf den Ordner, dann Eigenschaften, im Reiter Zugriffsrechte alles eingetragen und die Einstellungen auf alle Dateien übertragen. Fertig.

Zum Geburtstag des zarten Wesens habe ich einen Kobo eReader Touch erstanden. Der Preis war fair, die Haptik sehr gut und die unterstützten Formate deckten so ziemlich alles an eBooks ab. Einziger Nachteil, man musste ihn über eine Software aktivieren, welche natürlich nur für Windows verfügbar ist. Ein weiterer Nachteil für Bücher von Google Books, Thalia und Co., man benötigt DRM-Schrott namens Adobe Digital Editions, welches es natürlich auch nicht für Linux gibt.

Diese Hürden habe ich alle genommen und den Reader zum Laufen gebracht – leider nur mit Windows in der VBox. Zum Befüllen nutze ich die wundervolle Software namens Calibre, welche meine Büchersammlung verwaltet und die Synchronisation für mich erledigt. Als Buchhändler ohne lästiges DRM habe ich für mich EPUBbuy und Beam entdeckt. Die Preise sind fair und die Buchauswahl ist recht groß. Natürlich stehen auch Projekte wie Gutenberg zur Debatte.

30
Apr

April 2011

Da Ubuntu ja einen Release-Zyklus von 6 Monaten hat – bei LTS Versionen sogar 2 Jahre – und diverse Programme da meist schon veraltet sind, habe ich mir inzwischen angewöhnt meine installierten Ubuntu-Programme mittels Personal Package Archives (PPA) auf den neuesten Stand zu bringen. Durch das hinzufügen eines PPAs durchsucht die Softwareverwaltung diesen Ort auch mit und besorgt sich dort die neueste Version. Somit umgeht man den Zyklus von Ubuntu.

Mit etwas Glück bekommt man sogar ein PPA direkt vom Anbieter der Software, welche man immer aktuell halten möchte, und man braucht sich keine grundlegenden Gedanken wegen Vertrauen machen, wobei etwas Paranoia ja immer angebracht sein sollte. Vor der Verwendung einer Software aus einem PPA sollte man das Programm aus den Ubuntu-Quellen vollständig deinstallieren, da es sonst zu Konflikten kommen kann.

Denkt also immer daran, Fremdpakete können die Stabilität und die Sicherheit des Systems gefährden.

Folgende PPAs sind bei mir in Benutzung:

Unter (PPA) findet ihr den Link zum Installieren selbigens und unter (uu.de) findet ihr die Installationsanleitungen und Hinweise aus der ubuntuusers.de Wiki.

Für mich als Zocker gab es mal wieder ein Humble Bundle zu kaufen. Nachdem das Bundle #1 sage und schreibe $1,273,613 einbrachte, das Bundle #2 sogar $1,823,111 ist nun Bundle #3 dran gewesen und brachte $909,889 ein. Weniger als die Vorgänger, was ich darauf schiebe, dass lediglich 3 von 5 Spielen komplett verfügbar waren, die anderen 2 waren ein Demo und ein Pre-Order Bonus. Aber bisher war der Trend schon immer sehr eindeutig, Linux User bezahlten freiwillig etwa das Doppelte von Windowsern, wobei Mac User sich in der Mitte der Beiden einpendelten. Ich habe, wie schon bei den ersten beiden Bundles, $20 gezahlt, auch wenn ich kaum Zeit habe diese tollen Spiele zu spielen, aber es ist mir gern das Geld wert, wenn Leute sich Plattformunabhängigkeit auf die Fahnen schreiben.

Das MediaCenter habe ich von Ubuntu 10.04 LTS auf Ubuntu 10.10 aktualisiert. Dazu habe ich einfach im Terminal den Befehl update-manager -d eingegeben und damit öffnete sich die Aktualisierungsverwaltung mit der Option auf Distributionsaktualisierung. Dabei wurden alle Drittanbieter-Quellen (wie zB oben beschriebene PPAs) deaktiviert und ich hingewiesen, was es denn so alles nicht mehr geben wird in der neuen Version. Etwa 1-1,5Std. später war das System dann auf 10.10 aktualisiert. Nun der Trick, durch erneutes Aufrufen des Terminals und Eingabe von update-manager -d konnte ich endlich auf Ubuntu 11.04 aktualisieren – denn das wollte ich ja eigentlich. Verständlicher Weise ging es nur über diesen Umweg. Weitere 1-1,5Std. später war es endlich vollbracht.

Die 11.04 Beta 2 begrüßte mich mit einem frischen Unity anstelle von Gnome, Wallpaper ist von gnome-look.org. Die ganze Aktion hatte als Hintergrund, dass ich den uralten Gericom Laptop endlich bei meinen Eltern ausmustern konnte. Seit 2001 war er mein treuer Begleiter auf unzähligen LAN-Partys und fristete sein Altenteil die letzten Jahre bei meinen Eltern, danke für deine Zuverlässigkeit, bei der nur dein Akku und Windows XP das Zeitliche segnete.

Und weil es so schön war, wurde auch gleich der Ersatz für das Belinea Notebook besorgt. Es ist ein HP 625 Notebook mit vorinstalliertem Suse Linux Enterprise Desktop geworden, welches natürlich sofort durch ein Ubuntu 11.04 Beta 2 ersetzt wurde. Aber es ist dennoch unglaublich, wie ein Rechner billig und erschwinglich wird, wenn kein vorinstalliertes Windows drauf ist, sondern Linux mitgeliefert wird. Um genau zu sein, handelt es sich bei der HP-Reihe um ca. 100 Euro Ersparnis.

Das Wallpaper ist übrigens von ubuntu-art.org. Endlich sind 2 Rechner im Hause mit Webcam, so dass man die Videochat-Funktionalität von Jabber sinnvoll nutzen kann.

Denkste! Die Beta 2 ist mir glatt bis zur Unbenutzbarkeit abgeschmiert nach einem Update, was wohl an der aktuellsten KernelVersion in Verbindung mit einer AMD-Grafikkarte liegt. Naja, habe ich halt die aktuelle 10.10er Version installiert und harre der Dinge, die da in Zukunft kommen werden im Stable-Release. Zur Belohnung habe ich das Faenza Icon Thema und das GLX-/Cairo-Dock installiert.

Witzig fand ich, das ich kackb00n das WLAN nicht zum Laufen gebracht habe und ich stundenlang in Foren gestöbert hatte, diverse Kernel-Module, Treiber und Tools hin und her installiert habe, die Konsole zum Glühen brachte und den Router zig mal umkonfigurierte und nix eine WLAN-Verbindung zu Stande brachte. Geholfen hatte mir dann dieser Kommentar bei uu.de – jaja, typischer OSI Schicht 8 Fehler!